Archiv: Essay

Brief an einen Plakatmaler

Kunst, Niveau, Anständigkeit, Gesinnung — es ist nicht leicht! Daß es aber mit Geld allein nicht zu machen ist, darauf können Sie sich verlassen. [mehr]

Von Giftmischern

Die nationale Presse: Sie hat es erreicht, hüben und drüben, daß alle Fäden zerrissen sind, daß jedes Wort, jede Gebärde mißverstanden wird, daß Gerechtigkeit, Humanität, Friedensliebe als schwächliche Anwandlungen von jedem schreienden Stubenhocker verhöhnt werden dürfen. [mehr]

Tom Mann an den „März“

Wir haben keinen Grund zu Unfrieden mit Genossen in Deutschland oder wo immer, aber wir haben viel Grund zu Streit mit den Kapitalisten unseres Landes. [mehr]

Das Opfer der Reichen

So oder so: Das Volk muß bluten. Und wofür? Für die Hysterie ihrer Oberen, ihrer Führer, ihrer Vertreter, bis uns die Friedenspolitik unserer Regierungen einen Krieg auf den Hals hetzt, den auszumalen die grausamste Phantasie nicht verderbt genug sein kann. [mehr]

Brief an einen Aufrührer

Meines Sinnes wär es, am Ende viele tausend Blätter aus weissem Papier alle Monat unter die Leute zu bringen, auf deren jedem nichts andres zu stehen brauchte als die gewiss schönsten Worte unserer Sprache: „Freier Geist“. [mehr]

Kultur und Frauenbewegung

Wir bilden uns gewaltiges darauf ein, daß der erfinderische Geist der Menschen fast alle Elemente der Natur in seine Macht gezwungen hat. Und so sehen wir jetzt als Herrn der Erde ein Wesen, dessen Hand die Erdachse zu steuern weiß, dessen Seele aber in Indolenz und Barbarei verknöchert ist. [mehr]

Rüstungsfieber

Es ist mir zweifelhaft, ob man Staatskunst oder auch nur das Politik heißen kann, was im Jahr 1913 in Europa getrieben wird. Ist das Verhängnis unabwendbar, so ist es doppelt nötig, die Dinge beim rechten Namen zu nennen. [mehr]

Die Erscheinung Georg Trakl’s

Im November des vergangenen Jahres machte man mich auf einige Gedichte von Georg Trakl aufmerksam. Diese nun las ich, und war erschüttert, verwundert und begeistert zugleich. Dieser Dichter nimmt Seele, Aug’ und Ohr des Menschen ganz gefangen. [mehr]

Im Zeichen des Kreuzes

Es wird weiter gemordet. Der infame Raub- und Kreuzzug des vereinigten balkanischen Diebsgesindels hat noch nicht genug Blut geschluckt. Die Großmächte in ihrer uneigennützigen Christenliebe hatten mit sanftem Druck das mißhandelte Türkenvolk zu demütigenden Friedenskompromissen gezwungen. [mehr]

Polizeidiktatur

Es ist weit gekommen mit uns. Der zivilisierte Mitteleuropäer des 20. Jahrhunderts hat das Mittel ersonnen, das ihn zum hörigen Befolger diktatorischer Anweisungen von oben macht: die unbedingte Gewalt der Polizei. [mehr]