Archiv: Der Brenner

Gedichte

Wieder wandelnd im alten Park, / O! Stille gelb und roter Blumen. / Ihr auch trauert, ihr sanften Götter / Und das herbstliche Gold der Ulme. [mehr]

Die Erscheinung Georg Trakl’s

Im November des vergangenen Jahres machte man mich auf einige Gedichte von Georg Trakl aufmerksam. Diese nun las ich, und war erschüttert, verwundert und begeistert zugleich. Dieser Dichter nimmt Seele, Aug’ und Ohr des Menschen ganz gefangen. [mehr]

Untergang (an Karl Borromäus Heinrich)

Über den weißen Weiher / Sind die wilden Vögel fortgezogen. / Am Abend weht von unseren Sternen ein eisiger Wind. [mehr]

Zwei Gedichte

O der Abend, der in die finsteren Dörfer der Kindheit geht. / Der Weiher unter den Weiden / Füllt sich mit den verpesteten Seufzern der Schwermut. [mehr]

Helian

In den einsamen Stunden des Geistes / Ist es schön, in der Sonne zu gehn / An den gelben Mauern des Sommers hin. / Leise klingen die Schritte im Gras; doch immer schläft / Der Sohn des Pan im grauen Marmor. [mehr]

Der Posten

Hohe Mauern umschließen quadratische Höfe, deren Begrenzung grüne, starke Gitter bilden. Dicht an den Höfen ragen nackte hohe Gebäude empor. Kein Fenster ist erleuchtet. Johann Köhler war seit vier Monaten Soldat und dies sein erster Dienst als Wachposten. [mehr]

Abend

Als das viele Licht hinter den Bergen / Tief hinabging in ein fernes Land, / Ward der Abend über mir ganz leicht und weit. [mehr]

Goldene Sonette

Vertändelt ist das ernste Gold der Garben. / Auf alten Mauern schlafen rote Schlangen, / Die Jagd auf Wanderwild hat angefangen, / Der Tagesabgang schweißt durch Wolkennarben. [mehr]

An meine Schwester

Wo du gehst wird Herbst und Abend, / Blaues Wild, das unter Bäumen tönt, / Einsamer Weiher am Abend. [mehr]

Die junge Magd

Oft am Brunnen, wenn es dämmert, / Sieht man sie verzaubert stehen / Wasser schöpfen, wenn es dämmert. / Eimer auf und niedergehen. [mehr]